…da kann man doch nicht hingehen!? – doch, die WunderTruhe ist für alle Interessierten da! 

Sie bietet ein vielseitiges Angebot und auf die Frage „Habt ihr…..?“ antworten wir:

„Wir haben eigentlich alles, aber nicht zu jeder Zeit!“

Wir, dass ist ein 25köpfiges Team Ehrenamtlicher mit der Leiterin Magdalena Dippe.

Seit dem Umzug der Kleiderkammer in die Ostlandstraße 34 arbeite ich an mindestens einem Öffnungstermin pro Woche dort mit und habe es noch nicht einmal bereut.

Da die WunderTruhe ihr Angebot ausschließlich über Spenden gebrauchter Waren bestückt,  gibt es immer wieder Neues zu entdecken.

Gerade in Zeiten der Wegwerfgesellschaft ist ein bewusster Umgang mit Ressourcen wichtig. Wer gebrauchte Kleidung erwirbt, kann davon ausgehen, dass alle Schadstoffe bereits herausgewaschen sind.

Mit den Einnahmen der Wundertruhe unterstützen wir soziale Einrichtungen in Schwanewede und Umgebung. Im letzten Jahr wurden 23.000 €,  in 2019 bis heute 20.000 €, u.a. für ein Klettergerüst der Dreienkampschule, für ein Baumhaus im Kindergarten Reekenskamp oder für das Hospiz Lilge-Simon-Stift in Bremen-Schönebeck gespendet.

Das reichhaltige und geschmackvoll präsentierte Angebot der WunderTruhe, der Beitrag zum Umweltschutz und die finanzielle Unterstützung eines guten Zwecks ziehen zu den Öffnungszeiten nicht nur Interessierte aus Schwanewede an. Kundinnen und Kunden aus dem gesamten Landkreis OHZ, aus Bremen, Bremerhaven, Oldenburg usw. besuchen uns.

Oft hören wir, dass Eltern oder Großeltern mit ihren Kindern oder Enkeln den ersten Hausstand bei uns besorgen möchten. Andere suchen zu ihrem Essgeschirr passende Teller, fehlende Besteckteile, zu ergänzende Trinkgläser. Viele lassen sich inspirieren von all den verschiedenen und oft besonderen Dingen.

Die WunderTruhe ist zu einem Treffpunkt geworden. In der Damenabteilung lädt ein runder Tisch mit einigen Stühlen ein, sich bei Kaffee, Tee und Keksen im Gespräch auszutauschen. Manchmal entstehen Freundschaften.

Die Freundlichkeit der Mitarbeitenden wirkt ansteckend.

Die WunderTruhe gehört zur Ökumenischen Initiative für Flüchtlinge, die bereits seit den 80iger Jahren immer wieder den Wunsch äußerte, eine Kleiderkammer einzurichten.

Doch es sollte drei Jahrzehnte dauern, bis der richtige Zeitpunkt gekommen war.

Kleider-, Wäsche- und Geschirrspenden wurden immer wieder angeboten und teilweise zu Hause, aber auch im ev. Gemeindehaus gelagert. Renate Thomas, die für eine wöchentliche Sprechstunde im Gemeindehaus zur Verfügung steht, brachte Neuankommenden als Begrüßungsgeste einen Karton mit Handtüchern, Bettwäsche und Verschiedenem mehr.

Das war auf die Dauer so nicht mehr zu leisten.

Als 2014 zahlreiche Familien aus den Balkanländern Schwanewede zugewiesen wurden, wuchs auch die Spendenbereitschaft der Bevölkerung, ohne dass wir dazu aufgerufen hätten. Das Angebotene wurde gebraucht, konnte aber nicht in diesem Umfang gelagert werden.

Bei der Gemeindeverwaltung stießen wir in dieser Situation mit unserem Wunsch nach geeigneten Räumen auf offene Ohren, die Dammschule stand leer, und wir durften sie vorübergehend teilweise nutzen.

Wer aber war bereit, die angebotene Chance in die Realität umzuwandeln? Wer besaß das notwendige Können, wer hatte genug Zeit und Kraft dazu?

Die Zeit schien tatsächlich reif zu sein: die Einrichtung der Kleiderkammer wollte Magdalena Dippe übernehmen, die sich bereits seit Jahren immer wieder um Kinder und Familien von Flüchtlingen gekümmert hatte.

Schnell fand sie in ihrer Begeisterung Mithelfende unter Einheimischen und Geflüchteten.

Ihr Geschick, Räume zweckmäßig und einladend zu gestalten, machte diese erste Kleiderkammer bereits zu einem sehr ansprechenden Ort. Dort gab es seit 07.Mai 2015 Bekleidung, Wäsche, Hausrat und weitere notwendige Artikel gegen eine kleine festgelegte Spende.

Zunächst war diese Kleiderkammer nur für Geflüchtete gedacht. Sie wurde überaus gut angenommen.

Als schon bald Räumlichkeiten der Schule zu einem Kindergarten umgebaut werden sollten, mussten die Ehrenamtlichen der Ökumenischen Initiative nach einem neuen Domizil Ausschau halten. Der guten Zusammenarbeit zwischen der Ökumenischen Initiative und der Gemeindeverwaltung und einigen glücklichen Umständen war es zu verdanken, dass einige Räume im Erdgeschoss des gemeindeeigenen Hauses in der Ostlandstraße 34 zur Verfügung gestellt wurden. Im August und September zog die Kleiderkammer mit Sack und Pack in die neuen Räume. Zur gleichen Zeit erreichten auch ca. 1.000 Geflüchtete die Notaufnahme in der ehemaligen Kaserne. Schwanewede wurden Familien aus Syrien, Afghanistan und weiteren Ländern zugewiesen, die überwiegend immer noch hier wohnen und sich größtenteils gut integriert haben. Die Kleiderkammer entwickelte sich zu einem Glücksfall für viele.

Unsere Räume wurden durch viel ehrenamtlichen Einsatz so schön gestaltet, dass der Begriff „Kleiderkammer“ einfach nicht mehr passte. Jetzt heißt sie „WunderTruhe“ und inzwischen wissen viele, dass hiermit die Kleiderkammer der Ökumenischen Initiative gemeint ist. Wer die Räume betritt, „wundert sich“ über die Ordnung und Präsentation der Waren, über Qualität und Quantität des Angebotes und über die geringe Geldspende pro Artikel, deren Höhe ein Team der WunderTruhe festlegt.

Längst steht die WunderTruhe nicht nur Geflüchteten oder Geringverdienenden zur Verfügung,  sondern auf Grund der großen Spendenbereitschaft allen Teilen der Bevölkerung.

Alle sind wirklich herzlich willkommen! Damen-, Herren- und Kinderbekleidung, Schuhe, Taschen, Schmuck, Hausrat, Kleinelektrogeräte, Bettwaren, Handtücher, Tischdecken, Gardinen, Kinderspielzeug, Kinderbücher u.v.a. sind gegen eine Spende zu erhalten.

Überzeugen Sie sich selbst und besuchen Sie die Wundertruhe während der Öffnungszeiten: Di. und Do. von10.30 – 12.30 und 15.00 – 17.00 Uhr sowie Fr. von 15.00 – 17.00 Uhr.  Besuchen Sie uns auch auf unserer Homepage: wundertruhe.de

Das Team der Wundertruhe freut sich auf neue Kundinnen und Kunden und über weitere ehrenamtlich Mitarbeitende. Kommen Sie vorbei!

Karin Finke